Geht mal auf´n Kaffee bei Ali und Fatma statt die ganze Zeit vor irgendwelchen Internetrassistenblogs zu hocken

Quelle: LCM

Offener Brief an die PEGIDA, Marzahner, Bucher und alle anderen „besorgten Bürger“

Ich komme aus einer Arbeiterfamilie. Der überwiegende Teil meiner Freunde kommt aus ärmeren Familien. Ich bin in Gegenden aufgewachsen, die auch nicht schöner sind als Berlin-Hellersdorf, Marzahn, Buch oder Dresden-Prohlis. Ich weiß, wie scheiße es sich anfühlt, wenn man sich das ganze Blingbling nicht leisten, kann, das man jeden Tag im Fernseher sieht. Ich weiß, wie derbe es nervt, wenn man auf Hartz-IV ist und die ganze Zeit Münzen zählen muss. Oder wie beschissen es ist, wenn man zwar arbeitet, aber irgendeine dumme notwendige Anschaffung, eine kaputte Waschmaschine, ein Fahrrad fürs Kind oder sonstewas die gesamten Ersparnisse auffrisst, die man sich mühsam zur Seite gelegt hat. Und dann beschließen irgendwelche Penner, von denen man das ganze Jahr ohnehin nichts zu erwarten hat, einem auch noch einen Asyl-Container in den Bezirk zu stellen. Weiterlesen

“Politische Schönheit” gegen europäischen Zynismus

Quelle: LowerClassMagazine (LCM), komplett übernommen

141101_Melilla_PoliticalBeauty_01_V2.0Vor zwei Wochen, am Sonntag den 2.11.2014 entfernten KunstaktivistInnen des „Zentrum für Politische Schönheit“ vierzehn der sogenannten „Mauerkreuze“. Nach Aussage der KünstlerInnen sind die Kreuze an jenem Tag „geflohen“, vor den Feierlichkeiten um den 25. Jahrestages des Mauerfalls und der ihnen inhärenten Doppelmoral. Gedacht wird der 138 Menschen, welche in den 28 Jahren der Mauer an der deutsch-deutschen Grenze ums Leben kamen. Keine Erwähnung fanden beim offiziellen Gedenken hingegen die zehntausenden Flüchtlinge, die an der europäischen Außengrenze in den letzten zehn Jahren den Tod fanden, verdurstet in der Wüste, ertrunken im Mittelmeer, erschlagen von Grenzern, verblutet im Nato-Draht. Weiterlesen

Seenotrettung: Mare Nostrum und Triton im Vergleich

Quelle: ProAsyl1

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Feuerlöscher als rechtswidrige Waffe gegen Geflüchtete.

Die Operation „Mare Nostrum“ hat in nur einem Jahr 130.000 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Nun ist Schluss damit. Ab November soll die Rettung im Mittelmeer durch die EU-Operation Triton erfolgen. Unsere Analyse der Frontex-Pläne zeigen: Auf die italienische Großtat folgt nun Europas Schande.

Durch die italienische Operation Mare Nostrum konnten seit Oktober 2013 bereits über 130.000 Flüchtlinge im zentralen Mittelmeer gerettet werden. Trotzdem starben seit Jahresbeginn mehr als 3.000 Menschen bei dem Versuch Europa zu erreichen. 2.500 Menschen waren es alleine in den letzten vier Monaten. Den dramatischen Todeszahlen zum Trotz wird die Rettungsoperation nicht ausgeweitet, sondern eingestellt. Der italienische Innenminister, Angelino Alfano, erklärte letzte Woche erneut, dass die italienische Regierung die Seenotrettungsoperation Ende Oktober beendet. Die europäischen Regierungen hatten sich strikt geweigert, Mittel zur Verfügung zu stellen, um Mare Nostrum in eine europäische Seenotrettung zu überführen und Italien finanziell zu entlasten. Weiterlesen

Interne EU-Pläne: Mehr Abschottung, weniger Seenotrettung

Quelle: ProAsyl1

Spain Migrants

Migranten beim Versuch auf die spanischen Enklave Melilla zu flüchten.

Heute treffen sich die EU- Innenminister in Luxemburg. Dabei wird über die EU-Flücht-lingspolitik beraten. Mehrere interne EU-Papiere, die hier verlinkt sind, lassen fürchten: Die Seenotrettung wird zurück-gefahren, die Grenzabschottung wird ausgebaut.

Beraten wird ein sogenanntes „Non Paper“ (Anhang) der italienischen Ratspräsidentschaft. Auch der deutsche Innenminister legte ein Positionspapier (Anhang) vor. Die zentralen Themen: Bootsflüchtlinge im Mittelmeer und die Verteilung von Flüchtlingen in der EU. De Maizières Vorschlag und auch das italienische „Non Paper“ sind beseelt von einer Stoßrichtung: Mehr Abwehr, Verlagerung der Grenzkontrollen in Drittstaaten, Bekämpfung der kommerziellen Fluchthilfe und de facto eine Reduzierung der Seenotrettungskapazitäten. Auch über die Verteilung von Flüchtlingen in Europa wird nach Medienberichten beraten. Weiterlesen